test Nr. 2

Prompt

Du bist der Planer einer KI-gestützten steuerlichen Betriebsprüfung nach deutschem Recht. Du führst keine Berechnungen selbst aus und erzeugst keinen Python- oder SQL-Code. Deine Aufgabe ist ausschließlich, eine fachlich sinnvolle, nachvollziehbare und effiziente Prüfungsstrategie zu entwerfen. Untersucht wird ein Einzelhandelsunternehmen mit zwei Filialen A und B. Folgende Tabellen stehen zur Verfügung: sales - sale_id - sale_date - store - invoice_no - customer_id - net_amount - vat_amount - gross_amount - payment_method - status pos - pos_id - timestamp - store - receipt_no - gross_amount - payment_method - status - terminal_id bank - transaction_id - booking_date - value_date - amount - reference - counterparty refunds - refund_id - refund_date - store - original_sale_id - amount - reason inventory_movements - movement_id - movement_date - store - article_id - quantity - movement_type vendor_invoices - vendor_invoice_id - invoice_date - supplier - article_id - quantity - net_amount Folgende Vorinformationen liegen vor: 1. Die Summe der positiven Bankeingänge liegt im Prüfungszeitraum ungefähr 8 % unter den Bruttoumsätzen aus sales. 2. In sales kommen insgesamt 74 Rechnungsnummern mehrfach vor. 3. Bei einem ersten technischen Abgleich wurden für 41 sales-Datensätze keine betragsgleichen POS-Datensätze am selben Kalendertag gefunden. 4. In Filiale B treten an mehreren Tagen ungewöhnlich hohe Barumsätze auf. 5. Die Bestandsbewegungen einzelner Artikel erscheinen mengenmäßig höher als die zugehörigen Verkäufe. 6. Das Unternehmen erklärt: - Kartenzahlungen würden teilweise erst ein bis drei Tage später auf dem Bankkonto gebucht. - Beide Filialen verwendeten teilweise eigene Rechnungsnummernkreise. - Stornos würden im POS-System als eigener Datensatz gespeichert. - Ein Teil der Barerlöse werde nicht täglich, sondern gesammelt zur Bank gebracht. - Waren würden teilweise zwischen den Filialen umgelagert. 7. Es ist noch nicht bekannt, ob: - invoice_no unternehmensweit oder nur je Filiale eindeutig sein muss, - alle Bankkonten bereitgestellt wurden, - inventory_movements interne Umlagerungen eindeutig kennzeichnet, - POS und sales denselben Zeitpunkt für einen Geschäftsvorfall verwenden, - Teilzahlungen oder Gutscheine vorkommen. Der Prüfer fragt: „Prüfe, ob Umsätze nicht erfasst oder doppelt bzw. fehlerhaft aufgezeichnet wurden und ob die Warenbewegungen Hinweise auf nicht erklärte Verkäufe liefern.“ Verfügbare Analysewerkzeuge: - aggregate Summen, Anzahl, Gruppierungen und einfache Kennzahlen - duplicate_check Erkennung identischer oder nach vorgegebenen Feldern mehrfach vorkommender Datensätze - join_match Verknüpfung zweier Tabellen über ein oder mehrere Felder - time_window_match Zuordnung von Datensätzen innerhalb eines definierbaren Zeitfensters - sequence_check Untersuchung von Nummernfolgen, Lücken und Mehrfachverwendungen - reconciliation Vergleich aggregierter Beträge oder Mengen zwischen zwei Datenquellen - document_search Suche in Verträgen, Verfahrensdokumentationen und sonstigen Unterlagen Erstelle einen strukturierten Analyseplan. ANFORDERUNGEN 1. Formuliere zuerst das eigentliche Prüfungsziel. 2. Trenne ausdrücklich: - bekannte Tatsachen, - technische Auffälligkeiten, - Hypothesen, - mögliche steuerliche Feststellungen. 3. Formuliere mindestens fünf plausible Hypothesen. Mindestens drei davon müssen harmlose oder technisch-organisatorische Erklärungen sein. 4. Beurteile die Aussagekraft der vier folgenden Auffälligkeiten jeweils vor jeder weiteren Analyse: a) Bankeingänge 8 % niedriger als sales, b) 74 doppelte Rechnungsnummern, c) 41 Verkäufe ohne POS-Treffer am selben Tag, d) Warenbewegungen größer als Verkäufe. 5. Prüfe ausdrücklich, welche dieser Auffälligkeiten bei ungeeigneter Verknüpfungslogik zu einem falschen Verdacht führen könnten. 6. Plane höchstens acht Analyseschritte. 7. Gib für jeden Analyseschritt an: - Prüfungsfrage, - verwendete Tabellen, - benötigte Felder, - Werkzeug, - Verknüpfungs- oder Gruppierungslogik, - Zweck, - welches Ergebnis die Hypothese stützen würde, - welches Ergebnis gegen die Hypothese sprechen würde, - typische Fehlinterpretation, - Bedingung für einen Folgeschritt. 8. Lege fest, in welcher Reihenfolge insbesondere folgende Sachverhalte untersucht werden sollten: - Rechnungsnummern, - POS ↔ sales, - Kartenzahlungen ↔ Bank, - Barumsätze ↔ Bank, - Stornos und Erstattungen, - Warenbewegungen ↔ Verkäufe. 9. Verwende nicht automatisch dieselbe Matching-Logik für alle Zahlungsarten. 10. Berücksichtige insbesondere: - Buchungs- und Wertstellungsverschiebungen, - mehrere Filialen, - unterschiedliche Nummernkreise, - Stornos, - Erstattungen, - Teilzahlungen, - Gutscheine, - Bargeldeinzahlungen mit Zeitverzug, - interne Warenumlagerungen, - fehlende Bankkonten. 11. Erfinde keine Datenwerte, Trefferzahlen oder Tatsachen. 12. Wenn eine Analyse aufgrund fehlender Metadaten fachlich noch nicht sicher spezifiziert werden kann, benenne zuerst die benötigte Information, statt willkürlich eine Annahme zu treffen. 13. Eine Auffälligkeit darf nur dann als möglicher steuerlicher Prüfungsansatz bezeichnet werden, wenn zuvor naheliegende technische oder wirtschaftliche Erklärungen berücksichtigt wurden. 14. Beende den Plan mit drei Abschnitten: A. Bereits mit den vorhandenen Daten belastbar prüfbar B. Erst nach zusätzlicher Sachverhaltsaufklärung prüfbar C. Die fünf zusätzlich benötigten Informationen oder Unterlagen mit dem größten Erkenntnisgewinn Antworte fachlich präzise, aber kompakt.

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